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16.06.2026rss_feed

Asienreise: Rainer treibt Umsetzung der Agrarexportstrategie weiter voran

Bundeslandwirtschaftsminister und japanischer Amtskollege unterzeichnen Protokollerklärung zum Ausbau des Handels mit landwirtschaftlichen Produkten


Alois Rainer In Japan Gespräche über Zusammenarbeit
© BMLEH

Deutschland und Japan wollen ihre konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit im Agrar- und Ernährungsbereich weiter vertiefen. Nach einem bilateralen Gespräch unterzeichneten Alois Rainer, Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, und sein japanischer Amtskollege, Norikazu Suzuki, gleich am ersten Tag seiner Asienreise (15. Juni) in Tokio eine entsprechende Protokollerklärung, Deutschland will künftig den Export von deutschem Rotwein nach Japan ausbauen; Japan wird seine Exportbemühungen insbesondere zu den Produkten Sake und Reis verstärken.

 

Bundesminister Alois Rainer erklärte dazu in Tokio: Geopolitische Spannungen, der Druck auf die Lieferketten, unsichere Märkte und der Klimawandel sind Herausforderungen, denen sich Japan und Deutschland stellen müssen. Umso wichtiger sind in diesen Zeiten die engen Beziehungen beider Länder. Japan hat einen Selbstversorgungsgrad von 38 Prozent. Die Verbraucherinnen und Verbraucher haben auch in Japan mit gestiegenen Lebensmittelpreise zu kämpfen.

 

Beide Minister verständigten sich mit der Protokollerklärung darauf, den wissenschaftlichen Austausch zur Regionalisierung vor dem Hintergrund der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zügig fortzusetzen. Die Expertinnen und Experten im BMLEH sind bereits in engen Gesprächen mit den japanischen Behörden, um die Anforderungen an den Export von wärmebehandeltem Schweinefleisch zu erfüllen.

 

Ein weiterer Schwerpunkt der Reise ist an Tag zwei der Besuch eines japanischen Krisenvorsorge- und Notfallmanagements. Japan verfügt aufgrund seiner Erfahrungen mit Naturkatastrophen über umfassende Strukturen zur Vorbereitung auf Krisenlagen und zur Sicherung der Versorgung der Bevölkerung. Daneben besucht der Minister das Microalgae Lab der CHITOSE Group. Dort informiert er sich über das internationale Matsuri-Projekt, das den Aufbau einer großskaligen Mikroalgenwirtschaft vorantreibt. Mikroalgen gelten als vielversprechende Ressource für die Herstellung von Lebensmitteln, Futtermitteln, biobasierten Rohstoffen und nachhaltigen Energieträgern. Die Nutzung aquatischer Biomasse eröffnet neue Möglichkeiten für eine nachhaltige Bioökonomie und kann einen wichtigen Beitrag zu Ressourcenschonung, Wertschöpfung und technologischer Innovation leisten.

 

Im Anschluss an seinen Aufenthalt in Japan reist der Bundesminister am Dienstagabend weiter nach China. Dort wird er sich ebenfalls mit seinem Amtskollegen zu bilateralen Gesprächen treffen. Der Minister wird auf seiner Reise von einer großen Wirtschaftsdelegation begleitet.