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31.07.2026rss_feed

ASP in NRW: Bekämpfungsmaßnahmen kosten bislang 35 Millionen Euro

Die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Nordrhein-Westfalen hat das Land bislang rund 35 Millionen Euro gekostet. Gleichzeitig geben die zuletzt sinkenden Fallzahlen Anlass zu vorsichtigem Optimismus. Welche Maßnahmen bislang umgesetzt wurden und wie sich die Seuchenlage in Deutschland und Polen entwickelt, lesen Sie hier.Die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Nordrhein-Westfalen hat das Land bislang rund 35 Millionen Euro gekostet. Gleichzeitig geben die zuletzt sinkenden Fallzahlen Anlass zu vorsichtigem Optimismus. Welche Maßnahmen bislang umgesetzt wurden und wie sich die Seuchenlage in Deutschland und Polen entwickelt, lesen Sie hier.


Die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Nordrhein-Westfalen hat das Land bislang rund 35 Millionen Euro gekostet. Das teilte Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen auf eine Anfrage im nordrhein-westfälischen Landtag mit. Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur (dpa) wurden inzwischen rund 515 Kilometer Schutzzäune errichtet, um eine weitere Ausbreitung der Tierseuche unter Wildschweinen zu verhindern.

Ende Juli 2026 wurden in Nordrhein-Westfalen 814 ASP-positive Wildschweine nachgewiesen. Die Lage gilt derzeit als vergleichsweise ruhig: Im Juli wurden bislang lediglich 18 neue infizierte Kadaver gefunden – deutlich weniger als in den Vormonaten März (124), April (137) und Mai (120). Die bisherigen Funde verteilen sich auf die Kreise Olpe (368 Fälle), Siegen-Wittgenstein (408 Fälle) und den Hochsauerlandkreis (38 Fälle). Auf Hausschweinebestände hat sich das Virus bislang nicht ausgebreitet.

Ministerin Gorißen bewertet die bisherigen Maßnahmen positiv. Nach ihrer Einschätzung konnte eine großflächige Ausbreitung der Tierseuche in der Wildschweinpopulation verhindert werden. Als wichtigstes Instrument zur Seuchenbekämpfung bezeichnete sie neben den Schutzzäunen weiterhin die Bejagung der Wildschweine. Seit Beginn des Ausbruchs wurden in den betroffenen Gebieten rund 8.000 Wildschweine erlegt, um nahezu wildschweinfreie Schutzkorridore zu schaffen. Für Abschussprämien stellt das Land 3,2 Millionen Euro bereit, da das Wildbret aus den Restriktionsgebieten nicht vermarktet werden darf. Auch der Einsatz von Drohnen spielt bei der Überwachung und Bestandserfassung eine wichtige Rolle.

Neben Nordrhein-Westfalen bestehen derzeit auch in Hessen, Sachsen und Brandenburg ASP-Gebiete bei Wildschweinen. Die Lage gilt dort jedoch weitgehend als unter Kontrolle. Während Hessen in diesem Jahr bislang 35 infizierte Wildschweine registrierte, wurden in Sachsen 87 Fälle nachgewiesen – davon lediglich zwei im Juli. In Brandenburg wurden neun infizierte Wildschweine in einem eingezäunten Schutzkorridor entlang der Grenze gefunden.

In Polen bleibt die Seuchenlage dagegen angespannt. Dort wurde Ende Juli der dritte ASP-Ausbruch in einem Schweinebetrieb im Jahr 2026 bestätigt. Der betroffene Betrieb mit mehr als 3.000 Schweinen liegt in der Woiwodschaft Kujawien-Pommern und befindet sich nur rund zwei Kilometer von einem bereits Anfang Juli betroffenen Betrieb entfernt. Landesweit wurden in Polen in diesem Jahr bislang 1.517 ASP-positive Wildschweine registriert.


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