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10.06.2026rss_feed

BRS begleitet Delegationsreise von Bundesagrarminister Alois Rainer nach China und Japan

Der Bundesverband Rind und Schwein e.V. (BRS) wird die bevorstehende Delegationsreise von Bundesagrarminister Alois Rainer nach China und Japan begleiten. Für den BRS nimmt erneut Simone Fuchs an den Gesprächen vor Ort teil. Bereits im Frühjahr diesen Jahres war Simone Fuchs Teil der Wirtschaftsdelegation nach Südafrika. Dort konnte der BRS wichtige Anliegen der deutschen Rinder- und Schweinehaltung in die politischen und wirtschaftlichen Gespräche einbringen. An diese Arbeit soll nun bei der Reise nach Ostasien angeknüpft werden.

Ein zentrales Anliegen des BRS ist die Wiederaufnahme von Exportmöglichkeiten für Produkte aus der deutschen Schweinehaltung nach China. Seit dem Nachweis der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland vor sechs Jahren haben zahlreiche Drittstaaten, darunter China, ihre Märkte für Schweinefleisch aus Deutschland geschlossen. Die Folgen sind für die deutsche Schweinehaltung bis heute spürbar. Dabei beschränken sich die ASP-Fälle inzwischen auf die Wildschweinpopulation in einzelne Regionen Deutschlands und werden konsequent und erfolgreich bekämpft. Der BRS setzt sich deshalb für den Abschluss eines Regionalisierungsabkommens mit China ein. Ein solches Abkommen würde ermöglichen, dass Schweinefleisch und Schweineprodukte aus ASP-freien Regionen Deutschlands wieder exportiert werden können. Für die deutsche Schweinehaltung wäre dies von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Während in Deutschland vor allem hochwertige Teilstücke wie Filet, Lende und Schinken nachgefragt werden, besteht in vielen asiatischen Märkten eine starke Nachfrage nach Produkten wie Schweinebäuchen, Pfoten oder Häuptern. Der Zugang zu diesen Märkten ist ein wichtiger Baustein für die Wertschöpfung der gesamten Wertschöpfungskette Schwein.

Darüber hinaus wird der BRS sich für den erneuten Marktzugang für Rindersamen in China einsetzen. Die Zulassungen aller deutschen Rinderbesamungsstationen für den Export nach China waren im Herbst 2024 u.a. aufgrund der Ausbreitung des über Gnitzen übertragenen Blauzungenvirus in Deutschland nicht verlängert worden. Die Folge: ein Exportstoff für Rindersamen nach China, welches bis dato eines der wichtigsten Exportziele für Rindersamen darstellte (15 % des gesamten Exportwerts und 30 % des Drittlandhandels). Die Rinderzuchtunternehmen haben sich im Vorfeld der Delegationsreise auf zusätzliche Garantien im Veterinärzertifikat geeinigt, welche eine Übertragung des Blauzungenvirus über Rindersamen ausschließen sollen. Dazu zählen zusätzliche labordiagnostische Tests und die Impfung der Spenderbullen. Mit diesen Angeboten hoffen wir bei den Veterinärgesprächen die chinesischen Behörden von einer erneuten Marktöffnung überzeugen zu können. Die Reise bietet die Chance, wichtige Anliegen der deutschen Rinder- und Schweinezucht direkt mit politischen Entscheidungsträgern und wirtschaftlichen Partnern zu diskutieren. Gerade mit Blick auf die Exportmöglichkeiten für deutsches Schweinefleisch und die internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer Tiezucht sind die Gespräche von großer Bedeutung, erklärt Simone Fuchs.