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10.10.2024rss_feed

Eine Stigmatisierung wertvoller Lebensmittegruppen muss aufhören

Christoff Minhoff im Interview mit Hanno Bender, Lebensmittelzeitung, 06.09.2024
© BRS e.V.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat in ihren neuen Ernährungsempfehlungen den Anteil tierischer Lebensmittel im Vergleich zum Vorjahr halbiert. Ging es der DGE bisher ausschließlich um die gesunde Nährstoffversorgung des Menschen, berücksichtigt die offizielle Fachgesellschaft in Deutschland nun auch Umwelt- und Tierschutzaspekte in ihren Empfehlungen. Durch diese Neuausrichtung stigmatisieren die neuen Ernährungsempfehlungen bestimmte Lebensmittelgruppen und suggerieren Gesundheitsrisiken, die wissenschaftlich nicht belegt sind.


Aus Sicht des Hauptgeschäftsführers der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE), Christoph Minhoff, lässt sich die DGE damit politisch instrumentalisieren und verunsichert die Verbraucherinnen und Verbraucher. Die Menschen wissen nicht mehr, was ein gesundheitsrelevantes Ernährungsthema und was ein globales Thema im Sinne einer Planetary Health ist, so Minhoff. Hier müsse die DGE unbedingt Klarheit schaffen, was für den Einzelnen gesundheitlich relevant und was für den Planeten wünschenswert sei. Sonst gehe eine wichtige neutrale Instanz in der Ernährungspolitik und -wissenschaft verloren.


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